Willy-Brandt-Medaille für Wolfgang Wiebusch

26. Mai 2014

SPD-Ortsverein Mellrichstadt ehrte treue Genossen – Matthias Kihn als Vorsitzender bestätigt

Mit 20 Personen war der Nebenraum im „Gold'nen Ross“ bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Mellrichstadt besetzt. Neuwahlen und Ehrungen standen auf der Tagesordnung. Die normalerweise alle zwei Jahre fällige Vorstandswahl fand diesmal etwas verspätet statt. Wegen der Kommunal- und der Europawahl gab's in den letzten zweieinhalb Jahren für die Genossen ein deutlich umfangreicheres Arbeitspensum zu bewältigen. Dazu waren vier Mitgliederversammlungen und elf Sitzungen nötig, so der Vorsitzende Matthias Kihn in seinem Jahresrückblick.

Die bewährte Vorstandsriege wurde nach der Neuwahl nur in wenigen Positionen verändert. Vorsitzender Matthias Kihn wurde im Amt bestätigt, sein Stellvertreter ist wieder Wolfgang Stahl. Der bisherige Schriftführer, René van Eckert, ist neuer Kassier; neu als Schriftführer wurde Steffen Hellmuth gewählt. Fünf Beisitzer arbeiten im Vorstand mit: Nicole Hein, Waltraud Kihn, Gabi Weyer, Gudrun Zalachowski und Peter Ziegler. Die Kasse wird von Walter Graumann und Uta Graumann-Ludwig überprüft. Delegiert für den Unterbezirksparteitag sind Matthias Kihn und René van Eckert; ihnen stehen Gudrun Zalachowski, Nicole Hein und Steffen Hellmuth als Ersatzleute zur Verfügung.

Jede Menge Ehrungen wurden bei der Versammlung vorgenommen. Susanne Kastner war als Ehrengast nach Mellrichstadt gekommen und zeichnete die verdienten Genossen und Genossinnen aus. Zehn Jahre sind Wolfgang Stahl, Uta Graumann-Ludwig und – Kastner wunderte sich, dass der Vorsitzende Matthias Kihn tatsächlich erst zehn Jahre in der Partei ist. Michael Link aus Oberstreu gehört seit 25 Jahren dem Ortsverein an; Rudolf Hein, Helmuth Rieß, Walter Hornig und Adolf Knobling sind seit 35 Jahren dabei, Walter Müller seit 40 Jahren und Oskar Geis sowie Walter Graumann seit 45 Jahren. Für 55 Jahre Treue zur SPD erhielt Hildegard Pripad die Auszeichnung.

Am 1. Januar 1947 war Wolfgang Wiebusch in die SPD eingetreten; er ist somit Gründungsmitglied bei der Wiedergründung der Partei nach dem Zweiten Weltkrieg. Für sein außerordentliches Engagement für die SPD, das über das eigentliche Maß einer regulären Mitgliedschaft hinaus geht und seinen unermüdlichen Einsatz für die SPD im Allgemeinen und die Sozialdemokratie in Mellrichstadt im Besonderen wurde dem zutiefst überzeugten Sozialdemokrat Wiebusch die Willy-Brandt-Medaille überreicht. Das ist die höchste Auszeichnung, die von der SPD vergeben wird. „Und die wird sehr sparsam vergeben“, unterstrich Kastner. Die Willy-Brandt-Medaille für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität ist übrigens die zweite, die im Ortsverein Mellrichstadt vergeben wurde; 2007 erhielt die Medaille auch Walter Graumann. Und ein weiterer Träger im Landkreis ist Roman Then aus Hollstadt, der dienstälteste Ortsvereinsvorsitzende in der Bayern-SPD.

Von einer lebendigen Arbeit im Kreistag, die auch Spaß macht, berichtete Kreisrätin Sabine Stührmann, die sich nach der Kommunalwahl eine Verstärkung der SPD-Fraktion gewünscht hätte. Mit acht Kandidaten haben die Genossen ihren vorherigen Stand gehalten. Aus der gesamten Bandbreite des Landkreises kommen die Kreisräte, aus Bischofsheim, Fladungen, Bad Neustadt, Königshofen, wobei Matthias Kihn aus Mellrichstadt wieder dabei ist sowie Thorsten Raschert aus Burglauer, der als Landratskandidat ein respektables Ergebnis eingefahren hat.

Susanne Kastner war erstmals als „Rentnerin“ in Mellrichstadt zu Gast. In ihrer Ansprache würdigte die frühere Bundestagsabgeordnete die Vermittlung von Außenminister Steinmeier, eine schwierige Mission im Ukraine-Konflikt. Dort sei ein demokratisch gewähltes Parlament mit Präsidenten und eine neue Verfassung unbedingt erforderlich. Biogasanlagen haben nach Ansicht Kastners nur Sinn, wenn wirklich nur Abfälle und Gülle, aber keinesfalls Nahrungsmittel vergärt werden. Das bestätigen auch Landwirte. Denn Vergärung von Mais führe am Ende nur zu dessen Preissteigerung. Die Rente mit 63 sowie die Mütterrente sind Anerkennung für Leistung, die Menschen verdient haben, so Kastner. Aber die Finanzierung, das fordert die ehemalige Bundestagsabgeordnete, muss auch über Steuern abgesichert werden.

Der neue Vorstand und Susanne Kastner waren erfreut, zwei „Neue“ aufzunehmen: Gudrun Zalachowski und Steffen Hellmuth sind in die SPD eingetreten.

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