Umweltaktion gegen invasives Springkraut

Aktion gegen das invasive Springkraut
Foto: SPD Mellrichstadt, Matthias Kihn

06. Juni 2026

Anlässlich des gestrigen Weltumwelttags (5. Juni, World Environment Day) hat die SPD Mellrichstadt eine groß angelegte Umweltaktion im Naherholungsgebiet Kirschgarten durchgeführt. Rund 15 engagierte Helferinnen und Helfer – darunter SPD-Mitglieder, Freunde der Partei sowie umweltinteressierte Bürgerinnen und Bürger aus Mellrichstadt und der Region – beteiligten sich ehrenamtlich an der Aktion gegen das invasive Indische Springkraut. In rund zweieinhalb Stunden arbeiteten sich die Freiwilligen Meter für Meter um den See im Kirschgarten vor.

Initiator war der Mellrichstädter Stadtrat und SPD-Vorsitzende Wolfgang Stahl. Bereits im Vorfeld war die Problematik dem Landratsamt Rhön-Grabfeld gemeldet worden. Von dort erhielt die Gruppe nicht nur die Zustimmung, sondern auch ausdrücklichen Dank dafür, dass sich Ehrenamtliche der zunehmenden Ausbreitung der Pflanze annehmen.

Das Indische Springkraut breitet sich seit Jahren stark aus und verdrängt dabei heimische Pflanzenarten. Da die Pflanze besonders schnell wächst und ihre Samen explosionsartig verbreitet, kann sie innerhalb kurzer Zeit große Flächen überwuchern. Um dies zu verhindern, wurden die Pflanzen vor der Blüte und vor dem „Springen“ der Samen samt Wurzeln ausgerissen und entsorgt. Da das Springkraut ein Flachwurzler ist, konnten die Pflanzen vergleichsweise leicht entfernt werden.

Lediglich an der Westseite wurde ein Abschnitt bewusst ausgelassen, da sich dort Jungtiere und Nistplätze von Wasservögeln befinden. Dieser Bereich soll in einigen Wochen – noch vor der Blüte des Springkrauts – vorsichtig nachbearbeitet werden.

„Mit solchen Aktionen können wir direkt vor Ort etwas für Natur- und Artenschutz tun“, betonte Wolfgang Stahl. Auch Stadtrat Matthias Kihn zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz: „Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, gemeinsam anzupacken.“ Teilnehmerin Ilona Mültner ergänzte: „Neben dem guten Gefühl, etwas Sinnvolles für die Umwelt zu tun, hat die Aktion auch richtig Spaß gemacht.“

Die Beteiligten hoffen nun, dass sich heimische Pflanzenarten im Kirschgarten wieder stärker durchsetzen können. Um das Indische Springkraut dauerhaft zurückzudrängen, soll die Aktion in den kommenden Jahren regelmäßig wiederholt werden.

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